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Additive Fertigung

Mit dem 3D-Drucker aus der Werkstatt in die Wüste

30.06.2021

Das BRX-Team (Bahrain Raid Xtreme) hat bei der diesjährigen Rallye Dakar mit Off-Road-Legende Nani Roma den fünften Platz erreicht – auch dank des mobilen Einsatzes von 3D-Druck. Das vom Unternehmen Prodrive geführte BRX-Team stellte über 30 Autoteile für den Rennwagen Hunter T1 aus Nylon-Carbon-Fasern her. Dafür hatte das Team einen 3D-Drucker von Makerbot im Service-Truck.

Bild: BRX Hunter
Bild: BRX Hunter

In diesem Jahr führte die zweiwöchige Rallye Dakar über Hunderte Kilometer durch Saudi-Arabien. Mit zwei Method-X-3D-Druckern war das BRX-Team in der Lage, einige Bauteile sowohl in der Fabrik in Großbritannien als auch vor Ort bei der Rallye zu entwickeln und herzustellen. „Wir haben mitten im Nirgendwo gedruckt, buchstäblich dort, wo man keine Spuren von Zivilisation sieht“, berichtet Paul Doe, Chefingenieur bei Prodrive.

Unter den über 30 Bauteilen, die für den Hunter T1 3D-gedruckt wurden, waren auch eine Halterung für einen Aufhängungspositionssensor und eine geformte Düsenhalterung für das Feuerlöschsystem des Cockpits. „Es gibt eine ganze Reihe von Teilen im Auto, z. B. die Motorräume und die Radseite in der Nähe der Bremsen, wo die Umgebungen eine Temperatur von bis zu 120 °C erreichen und wo traditionelle FDM-Materialien zu kämpfen haben“, so Doe. Hier könne man entweder auf kostspielige Aluminium-Teile zurückgreifen oder Bauteile aus Nylon-Kohle-Fasern 3D-drucken, die sehr hohe Temperaturen aushalten.

AM-VERFAHREN:

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