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Ehemalige Gewinner der Formnext Start-up Challenge blicken zurück

„Der Kontakt mit verschiedenen Branchen ist sehr hilfreich“

15.08.2022, von Luca van der Heide

Das Startup TOffeeAM wurde 2015 in den Räumen des Imperial College in London gegründet und unterstützt seither Ingenieure bei der Topologieoptimierung. Die Software entstand aus der Überzeugung des Geschäftsführers und Co-Gründers Francesco Montomoli, Professor am Imperial College, dass „der Markt reif für die Einführung eines Werkzeugs war, das die Grenzen der alten Fertigung überwinden“ konnte.

Bild: ToffeeAM
Bild: ToffeeAM

Ein erstes Projekt wurde auf Doktorandenebene in Zusammenarbeit mit General Electric, heute Baker Hughes, durchgeführt, um innovative, effizientere Designs für den 3D-Druck von Kühlsystemen für Gasturbinen zu entwickeln. "Schon zu diesem Zeitpunkt", so Co-Gründer Marco Pietropaoli, "sah das Team, dass die Software an Zugkraft gewann, und erkannte, dass man daraus ein Geschäft machen konnte." Bald darauf folgten die ersten Aufträge von Unternehmen wie GE Aviation, Formula1 und Siemens Energy.

Dennoch war es nicht der einfachste aller Anfänge. Als TOffeeAM mit der Suche nach einer Finanzierung begann, brach die Pandemie aus. „Es war eine große Herausforderung, ein Unternehmen mitten in einer globalen Krise auf die Beine zu stellen, als viele Investoren vorsichtig waren und sich zurückhielten.“

Trotz der Ungewissheit, die diese finanzielle Instabilität mit sich brachte, glaubten die Investoren an die Technologie und beschlossen, das Projekt zu realisieren. TOffeeAM konnte 1,1 Millionen Euro von IQ Capital, der Royal Academy of Engineering und dem "Techlerate"-Programm des Imperial College aufbringen. Mit dem Geld konnten neue Mitarbeiter eingestellt und erste Netzwerke installiert werden. Und all dies musste, zumindest in den ersten sechs bis acht Monaten, vom Homeoffice aus geschehen.

Verstehen des Marktes

Eine ersehnte Gelegenheit in dieser Situation waren die Formnext 2020 und die Start-up Challenge, auch wenn diese in jenem Jahr nur remote stattfanden. „Die wichtigsten Vorteile der Challenge waren für uns neben dem Kennenlernen auch das Verstehen des Marktes", sagt Pietropaoli. „Der Kontakt mit verschiedenen Branchen ist sehr hilfreich, um das Potenzial der Technologie zu erschließen, und er ist in den ersten Phasen eines Start-ups von zentraler Bedeutung.“

Das zeigte sich auch bei TOffeeAM: Nach der Start-up Challenge wurde das Unternehmen von Herstellern von Haushaltsgeräten angesprochen. „Vorher hatten wir gar nicht erwartet, diesen Sektor erschließen zu können. Das war ein unerwartetes und sehr willkommenes Ergebnis“, freut sich Pietropaoli. Neben der der Luft- und Raumfahrt und der Automobilindustrie ist Haushaltsgeräteindustrie inzwischen ein wichtiger Absatzmarkt des Unternehmens.

Temperaturen oder Gewicht senken

Heute konzentriert sich TOffeeAM vor allem auf die Effizienzsteigerung von Kühlmittelsystemen und Wärmetauschern für die Luft- und Raumfahrt sowie die Automobilindustrie. „Die Steigerung der Effizienz bedeutet je nach Anwendung etwas anderes“, so Pietropaoli. „Für Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt könnte es zum Beispiel bedeuten, die Temperaturen zu senken und die Haltbarkeit zu erhöhen. Im Motorsport geht es eher um ein geringeres Gewicht. Die Parameter können je nach den unterschiedlichsten Anforderungen geändert werden: Gewicht, Material, Kosten, Zeit, Komplexität der Geometrie, Technik usw." Weitere Anwendungen sind optimierte Tesla-Ventile und Verteiler sowie Mischer für die pharmazeutische und chemische Industrie.

Das Unternehmen hat heute ein Team von 13 Mitarbeitern und pflegt enge Partnerschaften zu namhaften Kunden wie General Electric, Baker Hughes, Siemens Energy, Formel 1, Boeing und Rolls-Royce.

Mit Schwung und neuen Investments weiter expandieren

Nachdem TOffeeAM den Markt und die Technologie validiert hat, ist es sein Ziel, den Schwung beizubehalten und zu expandieren. „Wir nehmen weitere Finanzmittel auf, erweitern unser Team und erkunden neue Märkte“, sagt Pietropaoli. „Wir verstehen, dass Ingenieure heute unter großem Druck stehen, sehr komplexe und effiziente Designs in der vom Markt geforderten kurzen Zeit zu entwickeln, und wir wollen dabei helfen.“

In der Zukunft sollen die Softwarefunktionen immer weiter verfeinert werden. So will TOffeeAM die Wettbewerbsfähigkeit seiner Technologie stärken und ein wichtiges Design-Tool für Ingenieure aus allen Industriebereichen zu werden.

WEITERE INFORMATIONEN UNTER:

toffeeam.co.uk

Tags

  • Design und Produktentwicklung
  • Additive Fertigung