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Text: Thomas Masuch
Demnach lassen sich Temperaturverläufe und mechanische Verformungen während des gesamten Fertigungsprozesses mit hoher Genauigkeit vorhersagen. Mit der zunehmenden Industrialisierung der Additiven Fertigung wächst die Bedeutung leistungsfähiger Simulationswerkzeuge, erklärt PanOptimization, das in Pennsylvania beheimatet ist. Insbesondere in regulierten Branchen wie der Luft- und Raumfahrt, der Verteidigungsindustrie oder dem Energiesektor könnten digitale Zwillinge dazu beitragen, Fertigungsprozesse bereits vor dem eigentlichen Druck zu bewerten, Bauteilverzug vorherzusagen und den Aufwand für Qualifizierung und Validierung zu reduzieren.
Laut PanOptimization kann PanX komplette Bauplattformen einschließlich der thermischen und mechanischen Wechselwirkungen zwischen mehreren Komponenten modellieren. Die Studie weist zugleich darauf hin, dass die erzielten Vorhersagen noch weiter verbessert werden könnten. So wurden in der Untersuchung weder die tatsächlichen Prozesszeiten noch der schichtweise Energieeintrag der Maschine berücksichtigt. Die Autoren gehen davon aus, dass die Einbindung dieser Prozessdaten die Genauigkeit der Simulation weiter erhöhen würde.
Physikbasierte Simulationsmodelle gelten zunehmend als Schlüsseltechnologie für die industrielle Serienfertigung mit additiven Verfahren, so PanOptimization. Sie sollen dazu beitragen, den Bedarf an kostspieligen Testdrucken zu reduzieren und die Zuverlässigkeit von Fertigungsprozessen zu erhöhen.