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Text: Thomas Masuch
Der SPR-Pathfinder Pro wurde als Reaktion auf die wachsende Komplexität industrieller 3D-gedruckter Bauteile entwickelt und verbessert laut Solukon die Simulationsauflösung, die Prozesszeitprognose und die Validierung der Entpulverung in der Konstruktionsphase.
Da LPBF-Geometrien zunehmend komplexer werden, entwickelt sich die Entpulverbarkeit zu einem limitierenden Faktor für die industrielle Verbreitung, so Solukon. „Bauteile schaffen erst dann Mehrwert, wenn das Pulver zuverlässig und reproduzierbar entfernt werden kann.“ Product Owner Hemank Raj erklärt, dass die Geometrien hochkomplexer Wärmetauscher und Luftfahrtkomponenten mit Mehrkanal-Strukturen eine sehr hohe Auflösung bei der Simulation erfordern, um eine verlässliche Entpulverung zu erreichen. Deshalb wurde das bisherige Limit der maximalen Voxelzahl von 2,4 Millionen aufgehoben. Die maximale Voxelzahl ist nun unbegrenzt.
Das Digital-Factory-Tool erfasst die relevanten Prozessdaten der Entpulverung und schafft Transparenz mit der Option, diese Informationen über OPC UA in ein übergeordnetes digitales Dashboard zu integrieren.
Gleichzeitig will Solukon das Design for Additive Manufacturing (DfAM) um ein „Design for Depowdering“ erweitern, so dass bereits in der frühen Konstruktionsphase berücksichtig wird, ob das Pulver zuverlässig aus den internen Strukturen eines Bauteils auslaufen kann. Dafür ermöglicht die Software Schnittansichten des Bauteils in allen Ebenen (X, Y und Z) und gibt Anwendern eine vollständige Einsicht in das Bauteilinnere. Dafür lässt sich die Transparenz des Bauteils fein abstufend einstellen. So lassen sich Pulvereinschlüsse und Engstellen identifizieren. Um die Entpulverung besser in den industriellen Produktionsablauf integrieren zu können, liefert die Software auch eine genaue Zeitangabe für die Simulation und den Entpulverungsprozess in einer Solukon-Anlage.