Lesedauer: 2 Minuten
Demnach sinkt die Zahl der AM-Unternehmen, die in den kommenden zwei Jahren Wachstum erwarten. Ein Grund dafür ist unter anderem die Zollpolitik der US-Regierung. Trotzdem investieren die Firmen in neue technologische Entwicklungen.
„Unsere Mitgliedsunternehmen zeigen weiterhin bemerkenswerte Stabilität, doch der Optimismus hat spürbar nachgelassen“, erklärt Dr. Markus Heering, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing im VDMA, die AM-Hersteller und -Anwender aus den Bereichen Metall und Kunststoff vereint. Die Herbstumfrage 2025 der Arbeitsgemeinschaft zeigt, dass sich die Branche in einem herausfordernden Marktumfeld seitwärts entwickelt. Zwar berichten einige Unternehmen von positiven Umsätzen, doch der Anteil ist im Vergleich zur Umfrage im Frühjahr 2025 nicht gestiegen. Gleichzeitig meldeten 29 Prozent der Firmen rückläufige Umsätze in den letzten zwölf Monaten. In den vergangenen sechs Monaten lag dieser Anteil immerhin nur noch bei 20 Prozent und ist noch nicht wieder angestiegen.
„Wir sehen derzeit keine klare Aufwärtsbewegung, sondern eher eine Phase der Konsolidierung“, erläutert Heering. Die Unternehmen reagieren mit Vorsicht und setzen verstärkt auf Effizienz und Stabilität, statt auf Wachstum.
Der Optimismus bleibt nicht auf dem hohen Niveau der vergangenen Umfragen. Beim Ausblick auf die nächsten 24 Monate erwarten nur noch 63 Prozent der Befragten ein Wachstum im heimischen Markt. Das sind 14 Prozentpunkte weniger als in der Umfrage im Frühjahr dieses Jahres. Bei den Exporten rechnen 51 Prozent der Mitgliedsunternehmen – und damit 13 Prozentpunkte weniger als im Frühjahr – mit einem Anstieg in den nächsten 24 Monaten.