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Creality präsentiert Filamentproduktion und Recyclingsysteme

25.04.2026

Mit Filament-Maker (M1) und Shredder (R1) wird 3D Druck-Abfall zur Ressource: Fehlprints recyceln, neues Filament herstellen und nachhaltig sparen.

Lesezeit: 1 Minute

Jeder, der schon einmal einen Desktop-3D-Drucker genutzt hat, weiß, dass diese Systeme eine erhebliche Menge an Abfall erzeugen – abgesehen von den oft überflüssigen Kleinteilen, die sie produzieren. Besonders problematisch ist dies bei Mehrfarb-Druckern, bei denen zwischen Farbwechseln Material aus der Düse gespült werden muss.

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Da Desktop-3D-Druck-Enthusiasten meist problemlösungsorientierte Tüftler sind, überrascht es nicht, dass die M1- und R1-Systeme bei ihrem Start auf Indiegogo im vergangenen Monat ihr Finanzierungsziel von rund 85.000 € in nur 16 Minuten und 32 Sekunden erreichten. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung hatten 4.587 Unterstützer bereits 5 Millionen Euro investiert, bei noch 22 verbleibenden Kampagnen­tagen. Der R1 zerkleinert Fehldrucke, Stützstrukturen und Verschnitt zu Granulat, das der M1 anschließend schmilzt, extrudiert und zu neuem, druckfähigem Filament aufspult.

Das Recycling von Thermoplasten ist allerdings anspruchsvoll: Wiederholtes Erhitzen und Abkühlen verändert Zusammensetzung und Eigenschaften des Materials. Abfälle müssen daher sorgfältig aufbereitet und meist mit neuem Material gemischt werden, um brauchbares Filament zu erhalten. Für ambitionierte FFF-Anwender scheinen jedoch die möglichen Kosteneinsparungen und die Experimentierfreiheit überzeugend genug zu sein. Die Auslieferung der Systeme ist für Juni 2026 geplant. Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei rund 1.480 €, während das Kombisystem im Rahmen der Indiegogo-Kampagne (bis 15. Mai) für etwa 1.048 € erhältlich ist.

 

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