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Jeder, der schon einmal einen Desktop-3D-Drucker genutzt hat, weiß, dass diese Systeme eine erhebliche Menge an Abfall erzeugen – abgesehen von den oft überflüssigen Kleinteilen, die sie produzieren. Besonders problematisch ist dies bei Mehrfarb-Druckern, bei denen zwischen Farbwechseln Material aus der Düse gespült werden muss.
Da Desktop-3D-Druck-Enthusiasten meist problemlösungsorientierte Tüftler sind, überrascht es nicht, dass die M1- und R1-Systeme bei ihrem Start auf Indiegogo im vergangenen Monat ihr Finanzierungsziel von rund 85.000 € in nur 16 Minuten und 32 Sekunden erreichten. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung hatten 4.587 Unterstützer bereits 5 Millionen Euro investiert, bei noch 22 verbleibenden Kampagnentagen. Der R1 zerkleinert Fehldrucke, Stützstrukturen und Verschnitt zu Granulat, das der M1 anschließend schmilzt, extrudiert und zu neuem, druckfähigem Filament aufspult.
Das Recycling von Thermoplasten ist allerdings anspruchsvoll: Wiederholtes Erhitzen und Abkühlen verändert Zusammensetzung und Eigenschaften des Materials. Abfälle müssen daher sorgfältig aufbereitet und meist mit neuem Material gemischt werden, um brauchbares Filament zu erhalten. Für ambitionierte FFF-Anwender scheinen jedoch die möglichen Kosteneinsparungen und die Experimentierfreiheit überzeugend genug zu sein. Die Auslieferung der Systeme ist für Juni 2026 geplant. Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei rund 1.480 €, während das Kombisystem im Rahmen der Indiegogo-Kampagne (bis 15. Mai) für etwa 1.048 € erhältlich ist.