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Text: James Woodcock
Zwölf Jahre nach Beginn einer Forschungskooperation zwischen KLS Martin und Lithoz sind 3D-gedruckte biokeramische Implantate heute eine Standardoption, die Chirurgen bestellen können. Der Tuttlinger Spezialist für kraniomaxillofaziale Chirurgie bietet patientenspezifische Implantate aus LithaBone TCP von Lithoz, einem resorbierbaren Beta-Tricalciumphosphat, inzwischen als breit verfügbares Produkt auf IPS Gate an. Die Webplattform dient der Planung, Bestellung und Bereitstellung individueller Patientenlösungen (Individual Patient Solutions). KLS Martin erwartet, bis Ende des dritten Quartals 2026 sein 500. Implantat auszuliefern.
KLS Martin fertigt die Implantate auf eigenen Anlagen für das Lithography-based Ceramic Manufacturing (LCM) und setzt dabei auf das Lithoz Ökosystem, das unter einem nach ISO 13485 zertifizierten Qualitätsmanagementsystem arbeitet. LCM ermöglicht sowohl auf den jeweiligen Patienten und Anwendungsfall zugeschnittene Geometrien als auch eine gezielt angepasste Porosität. Diese beeinflusst, wie das Gerüst abgebaut und durch neuen, vitalen Knochen ersetzt wird. Die Implantate können entweder mit konventionellen Titanschrauben oder mit dem SonicWeld Rx System von KLS Martin und resorbierbaren Polymerpins fixiert werden. Dadurch entsteht eine vollständig resorbierbare Implantateinheit, die eine zweite Operation vermeidet.
Frank Reinauer, Senior Director Division Implant bei KLS Martin, erklärte, Chirurgen könnten die Implantate nun „über denselben digitalen Workflow bestellen, den sie bereits für unsere anderen IPS-Lösungen nutzen“. Lithoz CEO Johannes Homa bezeichnete die Einführung auf IPS Gate als „einen echten Meilenstein für den biokeramischen 3D-Druck in der Chirurgie“.
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Lithoz auf der Formnext 2026: Halle 11.0, Stand B50