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Text: James Woodcock
Jede Fügestelle in einem großen Prototypenbauteil bedeutet zusätzlichen Montageaufwand und birgt potenzielle Toleranzprobleme. Hersteller sind daher stets auf der Suche nach Möglichkeiten, die Anzahl solcher Fügestellen zu reduzieren. Im Namyang R&D Center in Südkorea fertigt Hyundai Vorserien- und Testbauteile, Kleinserien, Forschungsprototypen sowie Bauteile mit langen Vorlaufzeiten, für die andernfalls Werkzeuge erforderlich wären.
Der Automobilhersteller hat nun zwei VX1000 HSS-Systeme von ExOne installiert, um große Bauteile in einem Stück zu fertigen und dadurch den Montageaufwand, die Anzahl der Fügestellen sowie die Addition von Toleranzen innerhalb der Toleranzkette zu reduzieren. Die Maschinen verarbeiten PA12 in einem Bauraum von 1.000 x 550 x 190 mm. Ein Druckkopf mit 8.000 Düsen ermöglicht es, Bauteile bis zur Größe einer kompletten Türverkleidung in einem einzigen Baujob zu fertigen.
Beim High Speed Sintering wird selektiv eine infrarotabsorbierende Tinte auf das Pulverbett aufgetragen. Anschließend wird jede Schicht mithilfe eines Sinterstrahlers verschmolzen. Eine präzise Temperaturregelung über den gesamten Bauraum ist daher entscheidend. Eric Bader, CEO von ExOne Global Holdings, erklärte, Hyundai nutze das Verfahren „für funktionsfähige Bauteile in Originalgröße“.
Die beiden Drucker nutzen eine gemeinsame Auspackstation sowie eine zentrale Pulverversorgung. Alfred Griesser, Deputy Head of Research and Development bei ExOne, erklärte, dass das Pulvermanagement unterschiedliche Baujobs und Auslastungsgrade der Anlagen ausgleiche. Die Systeme können mit einem Anteil von bis zu 80 Prozent recyceltem Pulver betrieben werden, laut ExOne ohne Beeinträchtigung der Bauteilqualität.
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ExOne auf der Formnext 2026: Halle 12.1, Stand F51