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Text: James Woodcock
Die Additive Fertigung im Bauwesen hat lange Zeit mehr versprochen als geliefert. Fotogene eingeschossige Demonstrationshäuser und rekordverdächtige „24-Stunden-Drucke“ haben zwar Schlagzeilen gemacht, aber nicht immer Vertrauen geschaffen, dass die Technologie auch im realen Maßstab (oder überhaupt im Rahmen realistischer Budgets) funktioniert. Das Projekt ViliaSprint² in Bezannes, Frankreich, liefert hierfür ein überzeugenderes Beispiel.
Das dreistöckige Sozialwohnungsgebäude mit 12 Wohneinheiten wurde von Plurial Novilia entwickelt und von PERI 3D Construction mit einem COBOD-BOD2-Portalsystem gedruckt. Was es mehr als nur zu einem Größenrekord macht, ist der direkte Vergleich, der in das Projekt selbst integriert wurde: Plurial Novilia errichtete auf demselben Grundstück ein nahezu identisches Gebäude mit konventionellen Methoden. Die tragenden Wände des 3D-gedruckten Gebäudes wurden in drei Monaten fertiggestellt, gegenüber sechs Monaten beim traditionellen Bau – und das mit nur drei Bedienern statt der üblichen sechsköpfigen Mannschaft.
Der extrudierte Beton war Holcims TectorPrint, entwickelt im Innovationszentrum des Unternehmens in Lyon und verstärkt mit synthetischen Makrofasern anstelle herkömmlicher Stahlbewehrung Übersetzung prüfen?), was im Vergleich zu Standardbeton eine CO₂-Reduktion von 30 % ermöglichte. Das Gebäude erfüllt die französischen Energieanforderungen der RE2020-Grenzwerte für 2025 und stellt einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Etablierung des 3D-Drucks als ernstzunehmende Bautechnologie dar.