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Text: Thomas Masuch
Die Anlage arbeitet mit Drücken von bis zu 2.000 bar (200 MPa) und Temperaturen von bis zu 1.400 °C; optional sind sogar 2.000 °C möglich. Dank der integrierten Fast-Cooling-Technologie lassen sich Wärmebehandlung und Materialverdichtung in einem einzigen Prozessschritt kombinieren. Dadurch können laut Hiperbaric Energieverbrauch und Prozesszeiten reduziert werden.
Für die TTT Group bedeutet die Investition einen wichtigen Ausbau ihres Leistungsspektrums. Das Unternehmen ist seit mehr als 65 Jahren als Anbieter von Wärmebehandlungen, Oberflächenbehandlungen und Beschichtungen für die europäische Automobil- und Luftfahrtindustrie tätig und erschließt mit der neuen Anlage zusätzlich Märkte wie Öl und Gas.
„Diese Anschaffung ist das größte Investment in unserer 65-jährigen Firmengeschichte“, erklärt Xabier Berasategi, CEO der nordspanischen TTT Group. „Die Integration der HIP-Technologie von Hiperbaric folgt einer klaren Strategie zur Diversifizierung und hin zu Anwendungen mit hoher Wertschöpfung, insbesondere im Luft- und Raumfahrtsektor. Gleichzeitig eröffnet sie den Zugang zu weiteren Märkten und Zukunftstechnologien wie der Additiven Fertigung und Near-Net-Shape-Verfahren (PM-HIP).“
Beim HIP-Verfahren werden Bauteile gleichzeitig hohen Drücken und Temperaturen ausgesetzt. Dadurch werden Porositäten und innere Defekte beseitigt, die Ermüdungsfestigkeit erhöht und die mechanischen Eigenschaften verbessert. Laut Hiperbaric ist das Unternehmen der einzige Hersteller von HIP-Anlagen in Spanien und betreibt dort zudem das erste HIP Innovation Center Südeuropas, in dem neue Werkstoffe und Anwendungen erprobt werden.