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Text: James Woodcock
Die vertikale Integration ist seit einigen Jahren ein wiederkehrendes Thema im Markt für metallische AM‑Werkstoffe, da Unternehmen die Industrialisierung der Additiven Fertigung weiter vorantreiben. EOS geht nun einen konsequenten Schritt in diese Richtung und übernimmt vollständig die Metalpine GmbH, einen österreichischen Hersteller hochwertiger Metallpulver, an dem das Unternehmen bereits beteiligt war.
Die Motivation ist klar: eine steigende Nachfrage nach Titan im AM-Bereich sowie die strategische Bedeutung, sowohl den Zugang zu Materialien als auch die dazugehörigen Prozessparameter sicherstellen zu können. Metalpine wird weiterhin unabhängig agieren und den breiten Markt mit Titan-, Eisen-, Kupfer-, Molybdän- und Nickelbasislegierungen versorgen.
Obwohl dieser Schritt eine weitere Konsolidierung im Bereich der metallischen Additiven Fertigung zeigt, entzieht er der Branche insgesamt weder Kapazitäten noch Kompetenzen, sondern verschafft EOS zusätzliche Stabilität in der Versorgung mit Metallpulvern.
Es ist durchaus richtig, dass sich die Additive Fertigung zumindest teilweise als Lösungsansatz für die Instabilitäten der globalen Lieferketten in der Fertigungsindustrie präsentiert. Als Branche müssen wir jedoch sicherstellen, dass wir dieses Versprechen auch wirklich einlösen können, ohne dabei unsere eigene fragile Infrastruktur zu schaffen.