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Individuell trifft digital
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Automatisierung

Individuell trifft digital

Die technologischen Fortschritte haben Additive Fertigung fit für die Automatisierung gemacht

Automatisierung hat in den vergangenen Jahrzehnten die Industrie weltweit geprägt. In den großen Automobilwerken arbeiten in manchen Hallen mehr Roboter als Menschen. In modernen Industrieländern wie Deutschland, Singapur und Südkorea sind in der fertigenden Industrie mittlerweile zwischen 300 und 600 Roboter pro 10.000 Mitarbeiter im Einsatz. Tendenz: weiter steigend.

Doch der Einsatz von Robotern ist in der Automatisierungswelt inzwischen fast schon Standard. Die aktuellen Herausforderungen der Branche sind der Aufbau einer digitalen Fertigung. Und in dem Bereich bieten sich große Potentiale durch den Einsatz und die Integration Additiver Fertigung.

Bislang profitiert die Automatisierungswelt von der Additiven Fertigung schon in Form von 3D-gedruckten Robotergreifern, Ersatzteilen oder Produktionsmitteln. Künftig kann daraus aber deutlich mehr werden: Denn auch die Additive Fertigung selbst kann automatisiert werden. Und je schneller die 3D-Drucker werden, desto attraktiver ist auch eine mannlose Bestückung, Entladung und Weiterverarbeitung.

Die Weichen für den automatisierten Einsatz Additiver Fertigung sind bereits gestellt: Die AM-Industrie hat sehr viel an der Zuverlässigkeit und Wiederholgenauigkeit ihrer Anlagen und der Qualitätssicherung  gearbeitet und inzwischen für zahlreiche Branchen umfangreiche Standards entwickelt. So lassen sich reproduzierbare und nachvollziehbare Prozesse darstellen.  Und auch die Hardware ist für die Automatisierung gerüstet: Moderne additive Anlagen verfügen in der Regel über Schnittstellen für die Bauteilentnahme und Weiterverarbeitung.

Damit bietet die additive Fertigung große Potenziale, wenn sie in bestehende oder in neue automatisierte Prozess- und Fertigungsketten integriert wird. Im Kunststoff-Bereich ist dies bereits teilweise der Fall. Für den Metallbereich hat der niederländische Hersteller Additive Industries in Kooperation mit SMS Group bereits ein Konzept für die additive Fabrik der Zukunft vorgestellt – inklusive Pulverherstellung, Bauteiltrennung und konventioneller Nachbearbeitung.  Und auch viele andere Unternehmen haben sich hier positioniert: Zum Beispiel kooperiert Bosch Rexroth mit BigRep, damit industrieller 3D-Druck seine ganze Stärke in der Fabrik der Zukunft entfalten kann.

So könnten in Zukunft in einer automatisierten Produktion Automobilteile mittels additiver Fertigung ihre individuelle Bearbeitung bekommen oder gleich neu gestaltet werden. Gleichzeitig können Werke ihre Produktion deutlich schneller starten, da der 3D-Druck keine Werkzeuge benötigt.

Wer sich mit Automatisierung beschäftigt, kommt also in Zukunft nicht um die Additive Fertigung herum. Die vielfältigen Möglichkeiten, die richtigen Anlagen und Schnittstellen sowie Lösungen für Qualitätskontrolle und Post-processing finden sich auf der Formnext, der weltweit führenden Messe für Additive Fertigung und moderne industrielle Produktion vom 19. – 22.11.2019 in Frankfurt am Main.

Bild: Anlagenkonzept des Produktionssystems zur additiven Fertigung von SMS Group und Additive Industries. Quelle: SMS Group

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